5 Führungstipps aus Startups, die für jede Firma zünden

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In diesem Artikel bekommst du 5 genial-simple Führungstipps aus der Welt der Startups und des Silicon Valley. Damit lassen sich Führung und Motivation von Mitarbeitern noch einfacher und besser umsetzen – von KMU bis Konzern.

Voraussichtliche Lesedauer: 7 Minuten

Unsere Arbeitswelt verändert sich ständig. Und als Führungskraft ist es unser Job, genau so flexibel zu bleiben. Nur so motivieren wir unsere Leute, das Optimale aus sich rausholen zu können und auf lange Sicht bei uns zu bleiben.

Ganz egal ob man schon lange Führungsverantwortung für Mitarbeiter und Teams hat – oder gerade eine junge, angehende Führungspersönlichkeit ist:

Inspiration und simple Kniffe, die man sofort anwenden kann, sind unheimlich wertvoll. So erreichen wir nämlich mit unseren Leuten noch bessere Ergebnisse und halten ihre Motivation hoch.

In den Jahren mit meinem Startup Familonet, habe ich erkannt, dass das Thema „Die besten Leute finden und sie für dein Team zu gewinnen“ ein sehr zentrales ist. Das hat uns ständig umgetrieben. Interessanterweise durfte ich dann nach dem Wechsel in den Daimler-Konzern feststellen, dass dieses Thema dort mindestens genauso relevant und dringend war. Also habe ich angefangen, die besten Tipps und Tricks zu sammeln und aufzuschreiben.

An dieser Stelle habe ich euch 5 Führungstipps aus Startups mitgebracht, die sich super auch in Teams größerer Organisationen umsetzen lassen.

Übrigens: Unten am Ende dieses Artikels hast du die Möglichkeit, das E-Book „66 Hacks für Entscheider“ kostenfrei herunterzuladen. Darin bekommst du 66 simple Sofort-Tipps, um zur noch besseren Entscheider-Persönlichkeit zu werden. Alle Tipps stammen aus meinem Buch „Der Mitarbeiter-Magnet – 302 Hacks für Leader“ (Haufe-Verlag). (Download-Link unten am Ende dieses Artikels 👇).

1. Gib regelmäßig Feedback mit der Start-Stop-Keep-Methode

Das ist gleich zu Beginn einer meiner Lieblings-Führungstipps aus Startups.

Feedbackkultur ist unheimlich wichtig. Sowohl Feedback zwischen Führungspersönlichkeit und Mitarbeiter als auch innerhalb des Teams. Meine Empfehlung für jede Führungspersönlichkeit: Probiere doch mal die Methode des Start-Stop-Keep-Feedbacks aus.

Das Prinzip ist super simpel. Man verabredet sich beispielsweise alle zwei oder vier Wochen zu einem ganz kurzen, knackigen Feedbacktermin. 15 Minuten reichen.

Jeder bringt jeweils ein Start, ein Stop und ein Keep mit.

  • Start: Was sollte die Person in Zukunft tun?
  • Stop: Was sollte die Person in Zukunft nicht mehr tun?
  • Keep: Was sollte die Person in Zukunft weiterhin tun? Was schätzt du sehr?

Das ist eine super einfache Methode, die wirklich richtig, richtig wirkungsvoll ist, um regelmäßig gutes, konstruktives und nützliches Feedback zu geben. Um gerade am Anfang die Prozedur zu erleichtern und zu beschleunigen, kann man vorher noch ein Start-Stop-Keep-Feedback-Sheet ausfüllen und einmal ausdrucken. (Lies hierzu auch: Start-Stop-Keep: Die genial-simple Methode, um Feedback zu geben)

Wichtig ist, dass man nicht zu viele Punkte mitbringt. Macht man eine solche Feedbackrunde z.B. alle zwei Wochen, reichen tendenziell ein bis zwei Punkte pro Start, Stop und Keep. Ziel ist es ja, die Punkte wirklich kurz und knackig in einer Viertelstunde austauschen zu können.

2. Führungstipps aus Startups: Gib Feedback im Team mit dem 360 Grad Start-Stop-Keep-Team-Feedback

Die Methode des Start-Stop-Keep-Feedback lässt sich auch prima mit dem gesamten Team nutzen. Hier kann man mit allen Teammitgliedern alle zwei oder vier Wochen zusammenkommen. Der Termin dauert wieder nur eine Viertelstunde. Eine Person sitzt sozusagen in der Mitte, alle drumherum geben Feedback zu den drei Punkten Start, Stop, Keep. Daher der Name 360 Grad Feedback.

Anschließend rotiert man durch. Beim nächsten Termin sitzt eine andere Person in der Mitte, beim übernächsten wieder eine andere usw. Das ist aus meiner Erfahrung eine enorm wirksame Methode, um erstens die Feedbackkultur zu schärfen im Team und zweitens werden damit schon nach ein paar Wochen der Teamzusammenhalt und die Offenheit im Team gestärkt. Alle erkennen, dass sie sich im geschützten Raum ruhig mal etwas trauen dürfen.

Sehr wichtig: Alle müssen sich bei diesem Prozess an ein paar Regeln halten und respektvoll miteinander umgehen.

Kleiner Trick zum Anfang: In der allerersten Session kannst du dich als Führungspersönlichkeit einfach in die Mitte setzen und deine Leute auffordern, dass sie dir ehrliches Feedback zu den drei Punkten geben sollen.

Dieser Führungstipp aus der Startup-Welt mag vielleicht am Anfang für alle Beteiligten gewöhnungsbedürftig sein, aber ich kann aus Erfahrung sagen: Er wirkt.

3. Mache Vision und Mission klar

Tipp Nr. 3 aus der Trickkiste der Führungstipps für Startups dreht sich um Vision und Mission.

Oft neigt man dazu, diese beiden als das Gleiche anzusehen. Dem ist aber nicht so. Hier kommt eine kleine Eselsbrücke, die uns und unseren Teammitgliedern dabei hilft, zu verstehen, was genau der Unterschied ist zwischen Vision und Mission ist. Man braucht nämlich beides …

Der Trick an der ganzen Geschichte ist es, Vision und Mission einfach durch ein kleines Wörtchen miteinander zu verbinden. Und zwar mit dem Wörtchen sodass.

Hier ein Beispiel zur Veranschaulichung, das ich mal in einer TV-Reportage gesehen habe:

In Lateinamerika gibt es ein Tal, wo die Kinder auf dem Weg zur Schule jeden Morgen den Berg runterlaufen, sich durch einen Fluss kämpfen und auf der anderen Seite wieder hochlaufen mussten. Die Bewohner wollten eine Brücke über das Tal bauen.

Die Vision an der Geschichte, das Zielbild, das die Menschen im Kopf bzw. vor Augen hatten: Dass diese Brücke fertig an ihrem Ort steht. Also:

„Wir bauen eine Brücke [das ist die Vision], sodass kein Kind mehr auf dem Schulweg sein Leben riskieren muss [das ist die Mission].

Das Was, die Vision, ist die Brücke und das Warum, die Mission, ist, dass kein Kind mehr sein Leben auf dem Schulweg riskieren muss.

Hier hörst du die passende Folge zum Thema im Machen! Podcast:

4. Führungstipps aus Startups: Kreiere ein Erfolgsmindset bei deinen Mitarbeitern

Motivierte Mitarbeiter sind das A und O, dass der Laden läuft. Die Leute sollten die intrinsische Motivation, die sie ja in der Regel haben, wenn sie bei ihrem neuen Arbeitgeber anfangen, auch behalten. Dabei hilft, das Erfolgsmindset regelmäßig aufzufrischen. Wie geht das?

Man kann im Team einfach so eine Art Ritual einführen. Jede Person beantwortet z.B. am Ende des Tages oder am Ende der Woche die folgenden 3 Fragen kurz und knackig:

  • Was war mein größter Erfolg heute/diese Woche? Worauf bin ich besonders stolz?
  • Was war das wichtigste Learning, das ich mitgenommen hab?
  • Warum wird morgen ein guter Tag/nächste Woche eine gute Woche? Worauf freue ich mich?

Die Fragen kann man ganz einfach im Team Chat oder über WhatsApp beantworten. Oder jeder macht ein kurzes Video und schickt es in die Gruppe. Es gibt viele coole und schnell umsetzbare Möglichkeiten.

Dieses Ritual hilft sehr dabei, den Fokus auf den Erfolg zu richten und auf die Zukunft. Und es motiviert, weil man zurückblickt und froh über das ist, was man geschafft hat. Weil man sich bewusst ist, was man gelernt hat und weiß, dass man sich weiterentwickelt. Zudem lernt man von den Kollegen und kann da oft was für sich persönlich mitnehmen.

5. Nutze EKS und entwickle ein Lösungsmindset

Eine altbewährte Managementstrategie kommt hier zum Zug: Die engpasskonzentrierte Strategie (EKS).

Du solltest als Führungspersönlichkeit im Prinzip permanent zwei Fragen in die alltägliche Kommunikation mit deinen Leuten einbauen:

  1. Die erste Frage bezieht sich auf EKS, auf die Engpass-konzentrierte-Strategie bzw. auf die One-Thing-Philosophie und lautet ganz einfach:

    Was ist der eine konkrete Engpass, der uns am allerstärksten am Erreichen unseres Ziels hindert?

    Man kann diese Frage auch so stellen, dass man sagt:

    Was ist der eine Engpass, dessen Lösung alles andere zur Erreichung unseres Ziels drastisch einfacher oder sogar überflüssig macht?

    Diese Überlegung sollte man in die tägliche Philosophie und Kommunikation mit seinem Team aufnehmen und als Führungspersönlichkeit vorleben. Man stellt einfach diese Frage immer und immer und immer und immer wieder. Einer der Google Gründer hat dafür einen treffenden Ausdruck entwickelt: Chief Repeating Officer.

    „Ich wiederhole eigentlich dasselbe 30 Mal am Tag. So fangen meine Leute an, in diesen Kategorien zu denken und ihren Fokus auf die Lösung des Problems zu legen.“

  2. Die zweite Frage folgt ganz automatisch aus der ersten:

    Was ist jetzt dein konkreter Vorschlag um diesen Engpass zu lösen?

    In diesem Zusammenhang sollten wir uns als Führungskraft manchmal etwas zurücknehmen und in unserem Drang und unserem Ideenreichtum nicht direkt die Lösung auftischen. Wir wollen ja, dass unsere Leute eigenständig, proaktiv, selbstbestimmt und unternehmerisch denken.

Das kann man übrigens auch perfekt in Momenten nutzen, in denen Mitarbeiter zum Beispiel mit Problemen auf einen zukommen. Ziel ist es, die Mitarbeiter darauf zu konditionieren, dass die schon wissen: „Ich brauche die Führungskraft eigentlich gar nicht wirklich ansprechen ohne mir vorher einmal kurz Gedanken über die zwei oben genannten Fragen gemacht zu haben.“

Als Persönlichkeit mit Führungsverantwortung sollte man seinen Leuten mitgeben, dass sie jederzeit zu einem kommen können. Sie sollen einfach nur schon mal konkret sagen können, welcher Engpass vorliegt, und welche Lösungsideen sie haben.

Wichtig: Es reicht, wenn sie mit Ideen kommen, mit ersten Ansätzen, die müssen nicht perfekt sein. Diese kann man dann problemlos zusammen weiterentwickeln.

Weitere spannende Tipps, was eine gute Führungspersönlichkeit ausmacht, wurden in einer aktuellen Google Studie veröffentlicht:

Mehr solcher Inspirationen habe ich im folgenden E-Book zusammengestellt, das aktuell noch gratis heruntergeladen werden kann:

Von einer guten zur brillanten Entscheider-Persönlichkeit werden? 66 simple Tipps

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Alle 66 Hacks um von einer guten zur brillanten Entscheider-Persönlichkeit zu werden in diesem E-Book stammen aus meinem Buch „Der Mitarbeiter-Magnet: 302 Hacks für Leader“ (Haufe Verlag), das zum Start auf Platz 1 eingestiegen ist:

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Zuletzt aktualisiert am 1. Dezember 2021

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