Was uns dieser Hochwasser-Held zur Mission für Mitarbeiter lehrt

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Die Mission für Mitarbeiter formulieren und richtig nutzen als Führungspersönlichkeit, Manager oder Chef: Hier erfährst du, wie du sie richtig nutzt, sodass Mitarbeiter genau wissen, wofür sie jeden Tag tun, was sie tun.

„Baue keine Mauer. Baue den tragenden Teil einer großen, prächtigen Kathedrale.“

In diesem Artikel geht's um eine kurze, sehr eindrucksvolle Geschichte, die kürzlich bei der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz geschehen ist. Diese Geschichte lässt nicht nur unseren Atem stocken, sondern wir können unglaublich viel aus ihr lernen – rund um Mitarbeiterführung und wie wir den Menschen an unserer Seite unsere gemeinsame Mission, unseren Zweck, unser Wofür verständlich machen können.

Vor ein paar Tagen habe ich den folgenden Abschnitt in einem Artikel der WELT zum Hochwasser in Rheinland-Pfalz und im Süden von NRW gelesen. Ich selbst komme aus dem Rheinland. Meine Mutter wohnt in Rheinbach, am Rande der am schlimmsten betroffenen Gebiete. Und genau um diese Ortschaften geht es:

„Der Inhaber einer Tiefbaufirma aus der Region hatte sich am vergangenen Donnerstag ohne zu zögern bereit erklärt, den mit Boden und Geröll zugeschwemmten Abfluss der Steinbachtalsperre in Euskirchen freizubaggern. Dort war befürchtet worden, der Damm könne brechen, wenn es nicht gelänge, Druck von der übervollen Talsperre zu nehmen.

Er habe ja genau gewusst, was für die Ortschaften unterhalb des Dammes auf dem Spiel stand, sagte Schilles.“

So heißt der Held dieser Geschichte. Hubert Schilles ist 67 Jahre alt. Als Held sieht er sich selbst jedoch nicht.

Weiter heißt es im Artikel:

„‚Mir war klar. Hier muss sofort Hilfe her. Da kann man nicht mehr lange überlegen‚. Er habe einen 30-Tonnen-Tieflader angefordert und sei ‚da reingefahren‘: ‚Ich bin ein gläubiger Mensch: Ich habe mich zweimal gesegnet, bevor ich da runter bin‘, sagte Schilles.

Dass er sich selbst in Lebensgefahr begibt, sei klar gewesen. ‚Wenn die Wand fliegen gegangen wäre, wäre das hundertprozentig der sichere Tod gewesen. Das war schon eine brisante Situation‘, sagte Schilles. 

‚Aber ich hatte keine Angst, weil dahinter stand ja was Großes. Nämlich, dass kein Mensch zu Schaden kommt‘, sagte Schilles. Er halte sein Handeln daher für selbstverständlich. ‚Man soll nicht die Brust rausdrücken. Ich bin eher der, der im Untergrund arbeitet‘, sagte der 67-Jährige.

Er und sein Team aus 57 Beschäftigten seien auch nun weiter mit Aufräumarbeiten nach der Katastrophe befasst. Zurzeit fahre er immer wieder Sondermüll zur Deponie.“

Wow.

Mitarbeiter mit einer Mission wissen, wofür sie Dinge tun

Daraus können wir als Menschen, die mit anderen Menschen zusammenarbeiten, die mit Mitarbeitern zusammenarbeiten, die ein Team führen, die andere Menschen führen, so viel lernen.

Lies bitte noch einmal den wichtigsten Satz in Schilles‘ Worten:

„Aber ich hatte keine Angst, weil dahinter stand ja was Großes. Nämlich, dass kein Mensch zu Schaden kommt.“

Er wusste ganz genau, dass er sich hier in Lebensgefahr begibt. Die Region war schon evakuiert worden. Meine Mutter hatte mir erzählt, dass auch Rheinbach betroffen sein könnte und dass sie eventuell auch noch ihre Wohnung verlassen müsste, wenn die Steinbachtalsperre weiter droht zu brechen.

‚Wenn die Wand fliegen gegangen wäre, wäre das hundertprozentig der sichere Tod gewesen. Aber ich hatte keine Angst, weil dahinter stand ja was Großes. Nämlich, dass kein Mensch zu Schaden kommt.“

Was uns hier staunend den Atem stocken lässt ist genau das, was wir mit der ‚Mission‘ für unsere Mitarbeiter, unser Team, unsere Organisation meinen. Es ist der Zweck von all dem, was wir tun. Es ist das, was Simon Sinek in seinem berühmten Buch ‚Start with Why‘ beschreibt.

Was bedeutet das für uns als Führungspersönlichkeiten, Chefs und Manager?

Erkläre deinen Leuten immer, immer, immer das Warum.

Erkläre ihnen, warum sie tun sollen, was sie tun sollen. Warum ihr das tut, was ihr tut. Starte mit dem Warum.

‚Start with Why‘ auf deutsch sogar noch klarer

Auf Deutsch kann man das Warum sogar noch deutlich besser mit dem ‚Wofür‘ übersetzen:

Wofür tun wir all das, was wir hier tun? Was ist unsere Mission? Oder sogar noch besser und klarer ausgedrückt: Was ist der Zweck von dem, was wir hier tun?

Es ist die Mission für Mitarbeiter: Erkläre deinen Mitarbeitern, dass sie nicht einfach irgendeine Mauer bauen. Dass sie nicht einfach irgendeinen Stein auf Stein auf Stein auf Stein setzen. Sondern dass sie den wichtigen, tragenden Teil einer großen, prächtigen Kathedrale bauen. Den Teil einer großen prächtigen Kathedrale, für den sie verantwortlich sind, worin später andere Menschen beten, ihr Seelenheil finden. Den Teil den andere Menschen bewundern werden.

(Lies dazu auch: 7 perfekte Mission Statement Beispiele: Starte mit dem Warum!)

Mit diesem mächtigen Wörtchen wird die Mission für Mitarbeiter noch leichter

Übrigens: Um dieses Warum bzw. Wofür, die Mission für dich selbst und für deine Mitarbeiter noch einfacher und greifbarer zu machen, kannst du eines sehr mächtigen Wortes bedienen.

Und zwar des Wortes ‚sodass‘.

‚Sodass‘ verbindet nämlich eindrucksvoll das Zielbild, also die Vision, und die Mission, also den Zweck, das Wofür.

Die Vision, das Zielbild, ist eine große Kathedrale, SODASS Menschen in dieser Kathedrale ihr Seelenheil finden können (das ist die Mission).

Schilles hat den Abfluss des Staudamms frei gebaggert. Das ist die Vision: Der freie Abfluss, wo das Wasser frei wieder fließen kann. SODASS kein Mensch in der Region in Lebensgefahr war und die Region nicht auch noch komplett überschwemmt wurde.

Dafür hat Schilles sein eigenes Leben riskiert. Er hatte eine starke Mission, einen starken Zweck, ein starkes Wofür.

Mein Tipp: Wenn du mehr solcher genial-simplen Kniffe kennenlernen möchtest, wie du Vision, Mission und Werte mit deinen Mitarbeitern erarbeiten und nutzen kannst, dann empfehle ich den Download meines folgenden E-Books (zurzeit noch gratis), in dem ich 66 solcher Methoden zusammengefasst habe, die du sofort anwenden kannst (Download-Link weiter unten):

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Zuletzt aktualisiert am 10. August 2021

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