Candidate Experience verbessern: 3 wirksame Kniffe fürs Recruiting

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Wie kann man durch Transparenz und Wertschätzung im Umgang mit Kandidaten die Candidate Experience verbessern? Wie stellt man Transparenz und Wertschätzung im Recruitingprozess eigentlich her und wie verbindet man diese beiden Faktoren, um eine großartige Candidate Experience zu erzielen? Wie kommuniziert man offen und ehrlich im Recruitingprozess, um so die Candidate Experience zu verbessern? All das erfährst du in diesem Artikel.

Voraussichtliche Lesedauer: 6 Minuten

Recruiting hat sich gewandelt. Nicht nur in Bezug auf den Fachkräftemangel in verschiedenen Branchen, wie z.B. der IT. Sondern auch dahingehend, dass man als Unternehmen Einsatz zeigen muss, um auch die Bewerber von sich zu überzeugen.

Deshalb ist es absolut notwendig eine großartige Bewerbererfahrung, auch genannt Candidate Experience, zu schaffen, um den eigenen Bewerbungsprozess erfolgreich und spürbar anders zu gestalten. Transparenz und Wertschätzung im gesamten Recruitingprozess sind hier die Zauberwörter.

Wie stelle ich Transparenz und Wertschätzung im Recruitingprozess her und was bedeutet das eigentlich?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten den eigenen Recruitingprozess so zu gestalten, dass eine positive Candidate Experience entsteht. Wichtig hierbei sind allerdings die offensichtlichsten Punkte, wie eine offene Kommunikation, ein schneller und transparenter Bewerbungsprozess, den man immer besten Gewissens vorantreibt, sowie die damit verbundene Wertschätzung in Richtung der Kandidaten.

Doch was bedeutet das eigentlich genau und wie kann man diese Punkte für eine bessere Erfahrung im Recruitingprozess nutzen?

Hier 3 Tipps im Schnelldurchlauf, bevor wir genauer auf die einzelnen Punkte eingehen.

  • Den Kandidaten Wertschätzung entgegenbringen.
  • Transparenz im Bewerbungsprozess schaffen.
  • Offene Kommunikation und Ehrlichkeit leben.

1. Wie kann ich Kandidaten Wertschätzung entgegenbringen und durch wertschätzendes Verhalten die Candidate Experience verbessern?

Wenn man einen erfolgreichen Recruitingprozess mit einer großartigen Candidate Experience auf die Beine stellen möchte, dann ist es unabdingbar, Kandidaten Anerkennung und Respekt entgegenzubringen. Dies sollte im besten Fall ein bereits gelebter Culture-Aspekt in jeder Unternehmenskultur sein, der im Recruiting „einfach nur“ nach außen getragen wird.

Die Wertschätzung im Recruitingprozess verdeutlicht man, indem man die Zeit und Mühe, die Bewerber in Bewerbungen investiert haben, schätzt und verdeutlicht, wie wichtig man jede einzelne eingegangene Bewerbung findet. Die Dankbarkeit und Freude über die Bewerbungen seitens der Company dürfen also auf keinen Fall untergehen. Weder bei möglichen Absagen noch bei Kandidaten, die im Recruitingprozess voranschreiten. (Lies hierzu auch: Recruiting-Prozess optimieren: 4 Tipps für mehr passende Kandidaten)

2. Wie stelle ich für eine gute Candidate Experience Transparenz im Bewerbungsprozess her, um Bewerber bestmöglich abzuholen?

Transparenz im gesamten Recruitingprozess sorgt bei Kandidaten für ein Sicherheitsgefühl und das Gefühl über alles, was den gemeinsamen Prozess angeht, bestmöglich informiert zu sein. Es fördert die positiven Erfahrungen und trägt damit unweigerlich dazu bei, die Candidate Experience zu verbessern.

Diese Transparenz wird dadurch sichtbar, dass man die einzelnen Prozessschritte darlegt und Kandidaten zu jedem neuen Ereignis abholt. Dazu kommen Verbindlichkeit und Schnelligkeit im gesamten Prozess. Man sollte im Vorfeld kommunizieren, wie die Gestaltung des Recruitingprozesses aussieht und wann mit Feedback zu den einzelnen Schritten im Prozess zu rechnen ist.

Ein optimaler Zeitraum für eine Rückmeldung sind 14 Tage. So hat man als Unternehmen ein wenig Zeit, das Feedback mit den Fachansprechpartnern durchzugehen, hat aber auch etwas Puffer, falls man nicht direkt einen Termin für den gemeinsamen Austausch findet.

Sollte man diesen Feedbackzeitraum einmal nicht einhalten können, ist es absolut notwendig sich trotzdem innerhalb dieser Zeit bei den Kandidaten zu melden und ein Update zu geben. Man gibt also eine Information zur Verzögerung und somit die Gewissheit, dass man diese Person nicht vergessen hat. Bietet man hier noch die Möglichkeit an, jederzeit bei Fragen oder sonstigen Anliegen erreichbar zu sein, verbindet man Transparenz und Wertschätzung direkt wieder miteinander.

Transparenz sollte allerdings schon vor dem Bewerbungseingang beginnen. Heutzutage gibt es viele Möglichkeiten sich über Unternehmen, den Arbeitsalltag oder Recrutingprozess zu informieren. Um sich hier wieder von der Masse abzuheben und falsche erste Eindrücke zu vermeiden, sollten alle wichtigen Informationen transparent auf der eigenen Karriere-, LinkedIn- oder Kununuseite aufgeführt sein.

Dazu zählen Informationen zum Dresscode, zum Ablauf des Recruitingprozesses oder auch zur Feedbackdauer. Selbst wenn der Ablauf des Recruitings in einigen Fällen individuell abweichen kann, sollten Unternehmen eine grobe Übersicht zur Verfügung stellen.

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3. Offene Kommunikation und Ehrlichkeit – wie verbindet man Transparenz und Wertschätzung für eine großartige Candidate Experience?

Wie kann man Transparenz und Wertschätzung im Recruiting nun am besten verbinden, um die Candidate Experience weiter zu verbessern? Die Antwort ist ganz einfach: offene Kommunikation und Ehrlichkeit.

Wenn im Unternehmen eine offene Kommunikation und Feedbackkultur gelebt wird, muss man dies im Recruitingprozess wieder „einfach nur“ nach außen tragen. Das bedeutet, wenn es um die gesamte Kommunikation geht, immer ehrlich bleiben. Keine Ausreden erfinden oder sich in Notlügen verstricken. Das gilt vor allem beim Thema Absagen.

Ein offenes Feedback ist der beste Weg für Recruiter eine offene und ehrliche Kommunikation im Recruitingsprozess zu gewährleisten. Das bedeutet, die Absagen so transparent wie möglich zu gestalten und durch ein ehrliches und offenes qualitatives Feedback seine Wertschätzung zu zeigen.

Unternehmen sollten in jedem Schritt des Bewerbungsprozesses qualitatives Feedback geben – egal ob es sich um eine positive oder negative Rückmeldung handelt.

Doch gerade bei negativen Rückmeldungen, also den Absagen, ist dies ein entscheidender Punkt. Wird die Absage so verständlich wie möglich in Bezug auf die fachlichen Kriterien formuliert und kommuniziert, selbst wenn es nur aufgrund kleiner fachlicher Nuancen nicht geklappt hat, so ist eine positive Reaktion bei Kandidaten meist vorprogrammiert. Solch eine Absage lässt sich gut kombinieren mit einem Tipp für die Zukunft, damit Kandidaten aus eventuellen Fehlern lernen und sich verbessern können.

Durch diese ehrliche Kommunikation, verbunden mit einer individuellen Hilfestellung, wird das Bewerbererlebnis selbst bei einer negativen Rückmeldung durch ein positives Gefühl abgerundet.

Candidate Experience verbessern: Der Schlüssel sind Transparenz und Wertschätzung

Fazit: Transparenz und Wertschätzung im Recruitingprozess sind unabdingbar für ein erfolgreiches und modernes Recruiting sowie eine gute Candidate Experience

Dass sich auch die Unternehmen bei dem aktuellen „War of Talents“ im gesamten Recruitingsprozess bestmöglich präsentieren müssen, ist lange kein Geheimnis mehr. Ein schlechtes Gefühl bei Kandidaten und sie gehen zu einer anderen Firma.

Deshalb muss der erste Touchpoint der Bewerber bereits spürbar anders als in anderen Bewerbungsprozessen ablaufen. Durch eine offene Kommunikation gepaart mit Ehrlichkeit verbindet man Transparenz und Wertschätzung bestmöglich und schafft somit eine Candidate Experience, die sich von anderen abhebt.

Alle gegebenen Einblicke und die damit verbundenen Tipps sollen Unternehmen inspirieren und zum Nachdenken anregen. Wird Transparenz und Wertschätzung im Recruiting gelebt? Wie sieht die aktuelle Candidate Experience aus? Kann man die Kommunikation mit Bewerbern verbessern?

Nur so kann man sicherstellen, dass man bei der Schnelligkeit des aktuellen Wandels auf dem Arbeitsmarkt von sich als Unternehmen überzeugen und die besten Talente an Bord holen kann. Denn ohne passende Talente ist die Zukunft eines jeden Unternehmens gefährdet.

Zur Autorin: Katharina Baehr

Erfolgreiche Candidate Experience im Recruitingprozess - Katharina Baehr gibt Tipps im Machen! Magazin
Katharina Baehr von plusserver

Katharina Baehr ist bei plusserver für den Bereich People Experience – Attraction zuständig. Zusammen mit ihrem Team verantwortet sie den gesamten Recruitingprozess für alle IT und Non-IT Positionen und entscheidet ebenfalls bei Einstellungen neuer Kollegen in Bezug auf den culture fit mit. Zudem hat sie vor kurzem erfolgreich ihre Fortbildung zur Employer Branding Managerin abgeschlossen und treibt das Employer Branding im Unternehmen voran.

Zuletzt aktualisiert am 21. Oktober 2021

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