Unternehmenskultur als Erfolgsfaktor: Wie du mit den besten Leuten Ziele erreichst

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Was ist Unternehmenskultur? Wie kann man eine gute Unternehmenskultur entwickeln und wie wird sie zum Erfolgsfaktor? Wie hilft eine ausgeprägte Unternehmenskultur dabei, Ziele zu erreichen? Und wie rekrutierst du die besten Leute, die zu dir und der Kultur deiner Firma passen? Das liest du in diesem Artikel.

Voraussichtliche Lesedauer: 10 Minuten

Denkt man an Apple, ist Innovation das erste Wort, das einem in den Sinn kommt. Wenn man Zara hört, ist Kundenbeziehung das Wort, das vielen Menschen am häufigsten einfällt. Wir identifizieren Chanel mit Luxus und Eleganz – Konzepte, die Hand in Hand gehen.

Kurz gesagt:

Wir denken bei jedem Unternehmen an ein anderes Image.

Das hängt nicht nur mit den sicherlich sehr unterschiedlichen Produkten zusammen, die diese Unternehmen verkaufen, sondern vor allem mit ihrer Unternehmenskultur

Nur wenige Menschen wissen wirklich, was die Unternehmenskultur ist, und können sie eindeutig beschreiben. Dabei ist sie heutzutage ausschlaggebend für den Erfolg eines Unternehmens – egal ob Start-up oder große multinationale Unternehmen. Es ist einfach so, dass jeder eine benötigt, um erfolgreich zu sein – egal, in welcher Branche oder in welchem Tätigkeitsbereich.  

Deshalb möchten wir in diesem Artikel darauf eingehen, was eine Unternehmenskultur ist, welche Vorteile sie bietet und wie man sich problemlos eine Unternehmenskultur schaffen kann, um seine Ziele zu erreichen.

Was ist eine Unternehmenskultur?

Edgar Schein, Professor am MIT, definiert die Unternehmenskultur als alle Überzeugungen und Grundsätze im Geschäftsleben.

Sie entstehen, wenn ein Unternehmen sowohl interne als auch externe Probleme löst. Sie werden von allen Mitgliedern übernommen und auf die neuen Mitglieder übertragen.

Mit anderen Worten:

Die Unternehmenskultur ist die Denkweise und die Kommunikation des Unternehmens. Gleichzeitig umfasst sie die Werte, Normen, Symbole, Legenden, tägliche Praktiken usw.

Die Unternehmenskultur bestimmt vieles: das Arbeitsklima, den Grad der Formalität, den Umgang mit den Kunden, die Transparenz des Unternehmens usw.

Grundsätzlich wird sie von den Gründern und den Führungskräften entwickelt, doch jeder Mitarbeiter bringt durch seine Erfahrung, seine Persönlichkeit und seine Arbeit etwas Neues ein. Die Unternehmenskultur als Erfolgsfaktor basiert also auf der gemeinsamen Gestaltung und entwickelt sich ständig weiter

Die Unternehmenskultur basiert auf einer Reihe von Werten wie Vertrauen, Gerechtigkeit und Kundenzufriedenheit. Einmal etabliert, erlauben die Werte die Festlegung von Richtlinien und Normen.

Wenn man zum Beispiel Wert auf eine gute Beziehung zu seinen Kunden legt, dann könnte die Richtlinie sein, immer höflich mit den Kunden zu sprechen, sie zu begrüßen, sie anzulächeln usw.

Wenn der Wert harte Arbeit ist, dann wird es sicherlich die Norm sein, über den offiziellen Zeitplan hinaus zu arbeiten und den eigenen Zeitplan an bestimmte Arbeitsprioritäten anzupassen.

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Unternehmenskultur entwickeln: Auf die 3 Schritte sollte man achten

Schritt 1: Mut haben

Um eine Unternehmenskultur zu entwickeln, fürchten viele Verantwortliche, man müsste mit allen alten Traditionen brechen. Und das geradezu martialisch, vernichtend. Das verbreitet Schrecken und Verunsicherung. Denn diese Traditionen ist man nicht nur gewohnt, die ganzen ungeschriebenen Regeln und Gesetze, nach denen eine Organisation handelt, geben auch jedem Einzelnen Sicherheit im Umgang mit den anderen und im eigenen Arbeitsumfeld.

Mit alten Traditionen muss man aber nicht brechen, man muss nur den Mut haben, die Unternehmenskultur zu entwickeln, mit der Zeit zu gehen, als Führungskraft die Zukunft zu erahnen und der Organisation den Weg dorthin ebnen. 

Schritt 2: Bei sich selbst anfangen

Das Entwickeln einer Unternehmenskultur geht nicht auf Knopfdruck. Zuerst braucht es den Mut, sich damit auseinanderzusetzen, welche Elemente der eigenen Unternehmenskultur weiterhin für den Unternehmenserfolg zielführend sind und wo es hingegen Anpassungs- und Veränderungsbedarf gibt.

Dialogorientierte Formate (Events, Workshops, 1:1-Dialoge, gemeinsame Ausarbeitungen, gemeinsame Analysen) quer durch die Organisation können helfen, hier die Perspektiven auf das Ist und Soll anzugleichen und sich gemeinsam eine Zielkultur zu erarbeiten. Wird der Berg zu groß, bleibt man ratlos zurück. 

Insofern ist der zweite Schritt, bei sich selbst anzufangen:

  • Wo sind die Veränderungsimpulse, die ich selbst setzen kann?
  • Wie kann ich selbst einen Beitrag leisten, diese neue Unternehmenskultur, die ich ja mittrage, zu leben?
  • Wie kann ich andere inspirieren?
  • Wie kann der Kreis derer, die es anders machen, immer größer werden?

Schritt 3: Festlegen und umsetzen

In Schritt 3 auf dem Weg eine Unternehmenskultur zu entwickeln, geht es dann um eine breite Institutionalisierung, mit Prozessen, Strukturen, Reward und Recognition, Förderung und Beförderung.

Warum ist die Unternehmenskultur als Erfolgsfaktor so wichtig?

Wenn ein Mitarbeiter die gleiche Kultur wie das Unternehmen hat, wird er sich besser integrieren und besser mit anderen Mitarbeitern zusammenarbeiten.

Heutzutage ist die Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern, die Teamarbeit, ein Schlüssel zum Erfolg Ihres Business. Wenn Sie Mitarbeiter mit der gleichen Kultur einstellen, maximieren Sie Ihre Erfolgschancen. 

Darüber hinaus wird ein Mitarbeiter, der die Werte seines Unternehmens teilt, in der Regel in diesem Unternehmen glücklicher sein. Ein glücklicher Mitarbeiter wird immer motivierter und innovativer sein, ein besseres Selbstwertgefühl haben, den Erfolg seines Unternehmens wollen und produktiver sein. All diese Dinge ermöglichen einen größeren Erfolg für das Unternehmen. (Lies hierzu auch: Mitarbeiter motivieren: 9+1 zündende Sofort-Tipps und Beispiele)

Der derzeitige Markt ist auf Talente ausgerichtet:

Unternehmen suchen Talente, um ihre Positionen zu besetzen, und nicht umgekehrt. Das bedeutet, dass Unternehmen nach den besten Talenten Ausschau halten müssen. Talente werden die Webseite, die Schlüsselwörter in den Stellenanzeigen, den sozialen Fußabdruck und die Mitarbeiter ihres potenziellen neuen Arbeitgebers überprüfen. Wenn ihnen gefällt, was sie sehen, werden sie sich wahrscheinlich bewerben. 

Das Gehalt ist laut einer Studie von Bersin und Deloitte weniger wichtig als die Unternehmenskultur. Die Hervorhebung der Kultur ermöglicht es daher, die richtigen Mitarbeiter zu rekrutieren, vermeidet Fluktuation und die mit dem Ausscheiden von Mitarbeitern verbundenen zusätzlichen Kosten. Außerdem werden eure neuen Mitarbeiter schneller integriert, wirken sich positiv auf eure Unternehmenskultur aus und tragen zu deren Verbesserung bei.

In einem Satz:

Dein Unternehmen kann von einer geförderten Unternehmenskultur als Erfolgsfaktor nur profitieren.

Das Bild deines Unternehmens und die Kultur lassen sich auch mit der richtigen Strategie auf LinkedIn fördern. Hör dir doch dazu die passende Podcast-Folge an: LinkedIn als Unternehmen richtig nutzen: 5 Praxistipps.

Wie rekrutiert man Mitarbeiter mit der gleichen Kultur am besten?

Um gute Bewerber zu finden und die Unternehmenskultur als Erfolgsfaktor für sich zu nutzen, muss man seine Werte zeigen und beweisen, dass sie von allen Mitarbeitern täglich gelebt werden.

Legt die gemeinsamen allgemeinen Werte fest, die für Talente attraktiv sind. Das können sein Erfolg, Freundlichkeit, Respekt usw. In der Praxis kann man beispielsweise auf der Firmenwebseite die Erfolgsgeschichte eines Mitarbeiters hervorheben. 

Legt dann fest, welche Werte für euer Unternehmen spezifisch sind, wie z.B. Bescheidenheit oder Nachhaltigkeit. Stellt diese Werte ebenfalls auf der Webseite vor: Erzählt eine Geschichte mit einem konkreten Beispiel, das die Menschen anspricht. Verwendet Schlüsselwörter. Letztere solltet ihr auch in euren Stellenanzeigen verwenden.

Achtet bei einem Vorstellungsgespräch darauf, subtil die richtigen Fragen zu stellen. Zum Beispiel über die vergangenen Erfahrungen des Kandidaten. So findet man heraus, ob der Bewerber die Werte teilt. 

Analysiert die Antworten des Kandidaten, seinen Arbeitsstil, seine Moralvorstellungen, die Situationen, denen er sich ausgesetzt sah, seine Einstellung, sein Verhalten – das alles gibt Hinweise auf seine Vision der Unternehmenskultur.

Vergesst nicht, dem Kandidaten Zeit zu geben, dass er euch Fragen über das tägliche Leben innerhalb des Unternehmens stellen kann.

Auf diese Weise lässt sich die Unternehmenskultur wirkungsvoll darstellen. Der Kandidat kann dadurch auch seinerseits entscheiden, ob euere Kultur mit seiner eigenen zusammenpasst. 

Um sicher zu gehen, dass der Kandidat und das Unternehmen die gleichen Werte teilen, kann ein Matching-Unternehmen konsultiert werden. Auf diese Weise wird ein erster strenger Filter eingeführt, der Zeit sparen wird. 

Dabei kann Talentese helfen. Wenn sich Unternehmen auf unserer Plattform registrieren und die zu besetzenden Stellen ausschreiben, beantworten sie zuerst Fragen zu ihrer Unternehmenskultur und ihren Werten. Dann filtert ein Algorithmus die Datenbank und liefert eine Liste von Talenten, die von einer Personalfachkraft überprüft wurden und zu den Kriterien und der Kultur des Unternehmens passen.

Wenn es darum geht, die richtigen Mitarbeiter zu finden, können diese Tipps helfen:

Unternehmenskultur als Erfolgsfaktor: Weitere Tipps

Gebt euren Mitarbeitern vor allem die Möglichkeit zum Dialog, einen Freiraum, in dem sie sich ausdrücken können, damit sich eure Kultur positiv entwickeln kann. Dazu gehört der Austausch über wichtige Themen. Dafür kann man beispielsweise Vorschlagsbriefkästen einrichten, Treffen zu kulturellen Aspekten organisieren oder den Mitarbeitern ermöglichen, regelmäßiges Feedback zu bekommen und zu geben.

Fördert die Vielfalt während des Einstellungsverfahrens. Die Mitarbeiter bringen neue Ideen, Erfahrungen und Standpunkte mit, sie werden innovativ sein, neue Perspektiven haben und schaffen. 

Stellt Mitarbeiter ein, die sowohl komplementäre als auch zusätzliche Werte haben. Die zusätzlichen Werte sind grundlegend – sie sind diejenigen, die vom Unternehmen und den Mitarbeitern geteilt werden. Komplementäre Werte sind Werte, die das Unternehmen noch nicht aufweist, die aber der Mitarbeiter hat.

Ein Mitarbeiter mit diesen beiden Arten von Werten wird sich daher gut integrieren und ihr werdet alle oben aufgeführten Vorteile haben. Darüber hinaus werden neue Ideen und Werte eingebracht, von denen man auf persönlicher und unternehmerischer Ebene profitieren kann. 

Achtung: Auf keinen Fall sollte man seine persönlichen Werte mit denen des Unternehmens verwechseln! Sonst läuft man Gefahr, nur Mitarbeiter zu beschäftigen, die einem persönlich sehr ähnlich sind. Das kann die Unternehmenskultur verändern und eine Kluft zwischen alten und neuen Mitarbeitern entstehen lassen. 

Um das zu vermeiden und sicherzustellen, dass die Unternehmenskultur als Erfolgsfaktor funktioniert, sollten die Liste der Unternehmenswerte bei der Erstellung von Mitarbeitern unterschiedlichen Alters und Geschlechts und aus verschiedenen Abteilungen durchgelesen und ergänzt werden. So können eure Mitarbeiter neue Ideen einbringen und Werte aufzeigen, an die du als Führungskraft oder Gründer vielleicht noch gar nicht gedacht hast. 

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Zuletzt aktualisiert am 2. November 2022

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